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Im Jahre 1921, dem Jahr des Zusammenschlusses der Ämter Linden und Dahlhausen zur Großgemeinde Linden-Dahlhausen, wurde im Sog dieses Ereignisses der Linden-Dahlhauser Wassersportverein gegründet.
Wie der Name es ausdrückte, gehörten damals auch Ruderer und Kanuten zum Verein. Unmittelbar nach der Gründung erhielt der neue Verein vom Verbandswasserwerk die Erlaubnis, die Ruhr oberhalb des noch heute existierenden Wehrs als Schwimmbahn zu nutzen. In Eigenarbeit wurde ein Bootschuppen, eine Startbrücke, eine Wendemarke und sogar ein 3 m Sprungturm errichtet. Denn auch die Wasserspringer waren damals ein wichtiger Bestandteil des Wettkampf- und auch des Vereinsgeschehens.
Mit dem schnellen Aufschwung des Schwimmsports entstand bald der Wunsch nach einem Vereinsheim. Ruderer und Kanuten hatten inzwischen den Verein verlassen und eigene Klubs gegründet. Die Großgemeinde Linden-Dahlhausen war im Rahmen der kommunalen Neugliederung gegen den Willen der Bürger nach Bochum eingemeindet worden.
Das alte Bootshaus wurde aufgestockt und zum Vereinsheim ausgebaut. Dies war in den wirtschaftlich schlechten Zeiten nur durch Hilfe des befreundeten Vereins aus Leichlingen möglich, der sein Heim zur gleichen Zeit schließen musste. Jetzt begann mit dem passenden Rahmen die große Zeit der Klubwettkämpfe auf der neben der inzwischen errichteten Gemeindebadeanstalt gelegenen Wettkampfbahn in der Liga für V.o.W. (Vereine ohne Winterbad).
1934 wurden Klubhaus und Schwimmbahn von Grund auf renoviert und vergrößert. Im gleichen Jahr jedoch löste das Verbandswasserwerk den Pachtvertrag für das Gelände, um die städtische Badeanstalt zu vergrößern. Es blieb nur der Verkauf an die Stadt. Dies hatte zur Folge, das die Mitglieder ab dem 1. April 1935 nur noch gegen Entgelt in der städtischen Badeanstalt trainieren konnten. Bald unterbrach der Krieg jegliche sportliche Aktivität. Erst viele Jahre später konnte der inzwischen in den Linden-Dahlhauser Schwimmverein 1921 e. V. umbenannte Verein sein Clubhaus nach dem Wiederaufbau im Sommer 1949 neu eröffnen.
Zwar erhielt der Verein das mehr oder weniger zwangsenteignete Gelände und Gebäude nicht zurück, jedoch gelang es mit der Stadt Bochum langfristige Pachtverträge abzuschließen, die noch heute Gültigkeit besitzen und somit eine gewisse Planungssicherheit ermöglichen. Durch die Erweiterung des Wehrs wurde zugleich eine Umgestaltung der Flussbadeanstalt notwendig. Somit konnte 1951 zum 30jährigen Vereinsjubiläum die die neue Wettkampfstrecke eingeweiht werden.
Mit dem allgemeinen Fortschritt des Schwimmsport erwiesen sich jedoch die Trainingsbedingungen an der Ruhr für die Wettkämpfer des LDSV gegenüber anderen Vereinen als nachteilig. Zu oft konnte witterungsbedingt nicht trainiert werden. Von der Wintersaison ganz zu schweigen. Allmählich wurde der Ruf nach einem Hallenfreibad für den Bochumer Südwesten immer lauter. Ab 1962 wurde zunächst im Winter, ab 1966 nach mehrmaligem Hochwasser an der Ruhr nur noch im Lehrschwimmbecken der Theodor-Körner-Schule trainiert. Ab 1968 wurde dann vorwiegend im neu eröffneten Hallenfreibad, dem Südbad, trainiert.
Mit den verbesserten Trainingsmöglichkeiten wuchs die Attraktivität des Vereins. Es begann der sportliche Aufstieg, der - im Rahmen der vom LDSV mitgegründeten SG Bo-Wat - zu Deutschen Meisterschaften und Olympiateilnahmen von Athleten des LDSV führte.
Davon unberührt blieb das Vereinsheim an der Ruhr bis heute Mittelpunkt des Vereinslebens, auch wenn Jahr für Jahr Hochwasserschäden beseitigt und allgemeine Renovierungsarbeiten durchgeführt werden müssen, natürlich alles in Eigenarbeit der Mitglieder.
Für die jugendlichen Mitglieder steht ein eigener Jugendraum zu Verfügung und mit abnehmender Verunreinigung der Ruhr findet auch das Baden in dem Fluss immer mehr neue Freunde.
Anders als noch zu Beginn der 60ger Jahre, als die Stadt Bochum z. B. Alkoholausschank nur in Ausnahmefällen und auf Antrag gestattete, ist das Vereinsheim des LDSV nicht nur für die Mitglieder und ihre Freunde ein beliebtes Ziel. Das Vereinsheim steht zu vielen Gelegenheiten auch Besuchern offen und kann sogar von Nichtmitgliedern für private Feierlichkeiten angemietet werden.
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